Wirtschaft, Umwelt und Soziales zusammenbringen

Denn diese drei Bereiche hängen miteinander zusammen. Eine florierende Wirtschaft mit Handel und Gewerbe in Groß-Umstadt ist Voraussetzung für unsere Versorgung, bietet Arbeitsplätze vor Ort und trägt über die Gewerbesteuer zur Finanzierung der kommunalen Infrastruktur und Aufgaben bei. Und wenn wir bedenken, dass wir das auf Dauer brauchen, muss die Kommunalpolitik im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beitragen, die Wirtschaft zukunftsfest, d.h. nachhaltig zu machen – mit allen Konsequenzen u.a. für CO2-Emmissionen, Ressourcenschonung, Flächenverbrauch und Arbeitsplatzsicherung.
Konkret bedeutet das für die GRÜNEN, bevorzugt klimaneutrale und arbeitsplatzintensive Unternehmen anzusiedeln und das Ziel der Kreislaufwirtschaft beständig zu fördern. Außerdem ist die Weiterentwicklung Groß-Umstadts als Teil der Öko-Modellregion Hessen-Süd für uns ein Schritt hin zu mehr Biolandbau und zur Intensivierung der Erzeugung und Vermarktung von regionalen Produkten. Ein Beispiel hierfür ist die verstärkte Verwendung von Produkten aus der Region in den Kitas.
Wirtschaften muss viele Faktoren berücksichtigen. Gerade deswegen streben die GRÜNEN eine Bilanzierung des Wirtschaftens auf Basis der Gemeinwohl-Ökonomie an, in der nicht nur der Erfolg am Markt, sondern auch die Auswirkungen auf Umwelt und das Soziale berücksichtigt werden. Denn nur so wird die Wirtschaft zukunftsfähig.
In Groß-Umstadt fehlt bezahlbarer Wohnraum, auf der Warteliste für Sozialwohnungen stehen 122 Namen, davon 88 Familien. Trotz der kürzlichen Ankündigung des „Bau- und Heimatministers“ Seehofer, dass die Zielmarke für den Zubau von 1,5 Mio. Wohnungen in dieser Wahlperiode erreicht werde, fallen deutschlandweit immer noch mehr Wohnungen aus der Sozialbindung heraus als zugebaut werden (einstiger Bestand von 4 Mio. auf derzeit 1,1 Mio. gesunken). Die genannte Zielmarke schließe zudem, so Kritiker, Rohbauten und Bauvorhaben „auf dem Papier“ mit ein, in denen man noch gar nicht wohnen könne.
Soziales und bezahlbares Wohnen bleibt somit eine wichtige kommunalpolitische Aufgabe in der neuen Wahlperiode. Einige Weichenstellungen konnten dank GRÜNER Initiativen schon geschaffen werden: z.B. mit dem Beschluss, in neuen Baugebieten 30% Sozialwohnungsbau fordern zu können. Es muss jedoch noch mehr und vor allem die Umsetzung folgen. Auch Zusammenarbeit auf Kreisebene tut not, da es den Nachbarkommunen nicht besser geht. Der kürzlich angekündigte „Kreisgipfel“ zum Thema lässt eine überparteiliche Initiative und mehr interkommunale Zusammenarbeit erwarten.
Der Wohnungsbau selbst und das Klimafit-Machen der Häuser müssen ein Konjunkturprogramm werden, das unserer Wirtschaft nützt, neue Arbeitsplätze schafft und sichert, die CO2-Emmissionen mindert und damit zu sozialer Zufriedenheit und Lebensqualität beiträgt.
Auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen, d.h. also auch hier in Groß-Umstadt, müssen wir Wirtschaft, Umwelt, Soziales und Nachhaltigkeit zusammendenken und politisch voranbringen – gemeinsam mit den anderen Parteien und mit allen Kräften. Mehr im GRÜNEN Kommunalwahlprogramm 2021-2026.

Julia Sauerwein
Kandidatin Listenplatz 5
Stadtverordnetenversammlung
  Klaus Dummel
  Kandidat Listenplatz 2
  Ortsbeirat Umstadt

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