Unser Leitbild: Nachhaltigkeit – umfassend, lokal und global

Der Begriff „nachhaltig“ wurde erstmals vor dreihundert Jahren vom sächsischen Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz verwendet, ein Jahrhundert später vom hessischen Oberförster Georg Ludwig Hartig wissenschaftlich präzisiert und hat die beispielgebende Weltgeltung der deutschen Forstwissenschaft und Forstwirtschaft begründet. Inzwischen ist er über den Erdgipfel von Rio 1992 zu einem weltumspannenden Programm zur Erhaltung unserer „Eine-Welt“ und zurTeilhabe aller an ihrer Nutzung geworden.

Am 22. August 2020, dem „Earth Overshoot Day“ (Corona bedingt fast einen Monat später als im Jahr zuvor), war das Ressourcen-Budget für das laufende Jahr aufgebraucht: bis dahin hat die Menschheit soviel verbraucht, wie die Erde im ganzen Jahr erneuern kann, ab dann leben wir „auf Pump“ der folgenden Generationen. Dagegen müssen wir etwas tun in allen Bereichen, die mehr verbrauchen als nachwächst; und weil das nicht überall oder auch nicht auf einmal geht, müssen Reserven geschaffen werden für eine Art Quersubvention derjenigen, die mehr leisten, zugunsten der Defizitären. Das gilt für Bauen und Wohnen, für Wirtschaft und Verkehr, für Energiegewinnung und -verbrauch, für Tierhaltung und Landnutzung usw. und betrifft alle unsere gewohnten Wirtschafts- und Lebensbereiche.

Aktuell findet sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ in allen Wahlprogrammen an prominenter Stelle – das macht Mut und Hoffnung, dass wir in der neuen Wahlperiode gemeinsam mit allen Parteien weiterkommen und den notwendigen Beitrag in Groß-Umstadt leisten. An vorderer Stelle steht dabei der Klimaschutz. Ob die Uhr dabei fünf vor oder bereits fünf nach zwölf zeigt, um den offensichtlichen Klimawandel so zu steuern, dass er beherrschbar bleibt, kann offenbleiben. Unbestritten besteht jedoch höchste Dringlichkeit, dass wir unsere selbst gesteckten Ziele erreichen.

Zusätzlich stellt die Überwindung der Corona-Pandemie unsere Kommune vor große Herausforderungen, die wir mit Augenmaß – nicht zu Lasten der Schwächeren, der Älteren und unserer Kinder – meistern müssen. Sie darf dabei nicht den Blick auf die anderen politischen Probleme, an der Spitze Klima, Umwelt und soziales Miteinander, verstellen. Die derzeitige Erfahrung, was die Gesellschaft leisten kann, wenn alle mitmachen, rechtfertigt Zuversicht. Aber ein blindes „Weiter-so“, wie vorher, ist ausgeschlossen!

Daher Nachhaltigkeit: beim Nutzen unserer Ressourcen, in Wirtschaft und Gesellschaft, auch für die Schwächeren, die Älteren und unserer Kinder – dem weltumspannenden Motto der Agenda 21 verpflichtet: global denken, lokal handeln!

Demokratie braucht DemokratInnen – gehen Sie am Sonntag zur Wahl! Und engagieren Sie sich auch danach für unsere Politik!

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Groß-Umstadt
Vorstand Ortsverband

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