Der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlagen – auch in Groß-Umstadt


Im Pariser UN-Klimaschutzübereinkommen wurden 2015 Klimaschutzziele festgelegt. Hierzu kann und muss auch Groß-Umstadt seinen Beitrag leisten, wenn das überlebenswichtige 1,5-Grad-Ziel nicht verfehlt werden soll. Als Etappenziel treten die GRÜNEN dafür ein, dass Groß-Umstadt bereits bis zum Jahr 2035 klimaneutral ist. Das heißt, wir emittieren nicht mehr CO2, als in Groß-Umstadt und anderswo gebunden wird. Dazu trägt der Stadtwald bei und kann alles natürliche Grün in Stadt, Landwirtschaft undLandschaft beitragen, aber ganz grundsätzlich auch die von den GRÜNEN geforderte Verkehrs-, Energie- und Agrarwende. Wir müssen auf vielen Feldern umdenken und neue Wege beschreiten.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut“,so der deutsche Slogan der jungen Leute von „Fridays for Future“, die zu 100.000en weltweit für Klimaschutz demonstrieren, auch in Groß-Umstadt; ihnen geht alles zu langsam und sie vermissen wirksames Handeln. Sie werdenaber auch am längsten und stärksten unter den Folgen leiden. „Klimakatastrophe, Klimanotstand, alles nur Panikmache“ – so die Gegenposition, leider noch von viel zu vielen. Nur, wir Menschen brauchen eine Welt, von der wir uns ernähren können, und brauchen ein Klima, in dem wir leben können.

Die Stadtverordnetenversammlung hat 2013 das „IntegrierteEnergie- und Klimaschutzkonzept“ beschlossen. Wir wollen eine Fortschreibung und die vollständige Umsetzung. Zentrales Ziel ist die Reduktion von CO2, weitere Ziele müssen Grundwasserschutz, Verzicht auf Flächenversiegelungund Stopp des Flächenverbrauchs für Siedlung, Verkehr und Gewerbe sein.

Natürlich erkennen wir an, dass in Groß-Umstadt schon einiges in Richtung Klimaschutz geleistet wurde: Viele Solarzellen produzieren schadstofffrei Energie; zahlreiche Bäume in der Innenstadt spenden nicht nur Schatten in den heißen und trockenen Sommermonaten, sondern nehmen auch CO2 auf. Selbst wenn diese Ansätze positiv sind, so brauchen wir doch mehr, viel mehr davon: mehr Solarenergie und Nutzung von Windkraft, noch mehr Bäume in der Stadt und z.B. an Radwegen.  Warum Trinkwasser immer noch für die WC-Spülung verschwenden?  Wir wollen verstärktRegenwassers für WC, die Waschmaschine und den Gartennutzen.  Mehr Versickerung des Regenwassers würde nicht nur die Kläranlage entlasten, sondern auch dem Grundwasserspiegel helfen.

Mehr Grün in der Stadt kann die heißen Sommertemperaturen senken. Deshalb nicht nur Bäume und Sträucher, sondern auch die Förderung von Fassaden- und Dachbegrünungen. Die insektenfeindlichen Schottergärten haben die GRÜNEN durch einen Antrag für Neubaugebiete bereits verbannt. Auch der rasante Flächenverbrauch und damit die Flächenversiegelung müssen gebremst werden. Primär sollte zunächst der Leerstand genutzt werden.

Wir haben nur diese eine Erde. Es gibt keinen Planeten B! Wir alle haben Verantwortung für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, auch vor Ort!

Mehr dazu finden sie in unserem Wahlprogramm auf der Seite der GRÜNEN Groß-Umstadt: https://www.gruene-umstadt.de/kommunalwahl-2021/wahlprogramm/

Karl-Heinz Jung
Kandidat Stadtparlament, Listenplatz 13

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