Klimawandel stoppen – Klimaziele auch in Groß-Umstadt umsetzen

Mittlerweile ist es für jeden offensichtlich, dass wir uns in einem gravierenden Klimawandel befinden. Die Durchschnittstemperatur weltweit steigt und die Temperatur in Deutschland noch schneller (s. Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz in Zahlen 2020). Die Sommer werden immer heißer und trockener. Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen und Waldbrände werden häufiger und schwerer. Die dabei entstehenden Schäden materieller und immaterieller Art sind immens.
Ursache der Klimaveränderung ist der Treibhauseffekt, ausgelöst vor allem durch zunehmende Konzentration von CO2 in der Luft, das beim Verbrennen von Kohle, Öl und Gas freigesetzt wird. Weitere Effekte sind Methanausstoß von Tieren, Waldbrände und Trockenlegen und Degeneration von Mooren sowie Degeneration von Ackerböden.
Weltweit wird daran gearbeitet die CO2-Emission zu reduzieren. Im Pariser Klimaabkommen ist vereinbart, die Temperaturerhöhung auf deutlich unter 2 Grad, besser 1,5 Grad zu begrenzen. Bisherige Aktivitäten werden den Anstieg jedoch nur auf ca. 3-4 Grad begrenzen, weitere geplante Aktionen auf 2-3 Grad (s. UN Environment Programme Emissions Gap Report 2019).
Es müssen also größte Anstrengungen auf allen Ebenen unternommen werden, um den fortschreitenden Klimawandel noch effektiver zu bremsen. Da Deutschland zu den Ländern mit sehr hohem CO2-Ausstoß gehört (4,6% des bisher akkumulierten und 1,9% des heutigen Weltausstoßes bei nur 1% der Weltbevölkerung, s. Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz in Zahlen 2020), sind wir besonders (!) in der Verantwortung, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die technischen Möglichkeiten sind größtenteils bereits vorhanden und auch ökonomisch vertretbar. CO2-Einsparung kostet weniger, als die Schäden des CO2-Ausstoßes auszugleichen.
Ein großer Anteil der CO2-Emissionen entsteht lokal, dort, wo wir leben und arbeiten: Heizung, Stromverbrauch und Mobilität.
Wir haben es also in der Hand, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In Groß-Umstadt ist ja auch bereits einiges getan worden. Um aber die notwendigen Klimaziele zu erreichen, muss Groß-Umstadt noch intensiver die CO2-Einsparung durch Wärmedämmung, PV-Anlagen und andere Maßnahmen vorantreiben und gleichzeitig die Auswirkungen der Temperaturerhöhung in der Stadt erträglich machen. Dazu ist es notwendig, so viel Grün wie möglich durch Anpflanzung von Bäumen und Büschen sowie Dach-und Fassadenbegrünung zu erwirken und die Versiegelung von Flächen zu minimieren bzw. so weit wie möglich rückgängig zu machen.
Mehr dazu finden sie in unserem Wahlprogramm auf der Seite der GRÜNEN Groß-Umstadt: https://www.gruene-umstadt.de/kommunalwahl-2021/wahlprogramm/
Dr. Gerhard Brunst
Kandidat Stadtparlament, Listenplatz 7

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