Ein beeindruckender Film, der Hoffnung macht

Am Dienstag, den 27. März, zeigte der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen in den gut besuchten Räumlichkeiten von Gabi Blank den Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“.

Ausgangspunkt des Films ist die momentane Situation, in der sich unsere Welt befindet.

Die globalen Probleme, hervorgerufen durch den Klimawandel oder den rücksichtslosen Raubbau an unseren natürlichen Ressourcen, nehmen zu. Wenn wir nichts tun, kann das zu einem Kollaps unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren führen, so folgerte die britische Zeitschrift Nature auf Grundlage einer entsprechenden Studie.

Die beiden Initiatoren des Filmes, die französische Schauspielerin Mélanie Laurent und der Autor und Aktivist Cyril Dion machen sich deshalb auf die Suche nach alternativen Ansätzen und finden diese in vielen hoffnungsvollen Projekten überall auf der Welt.

Große zentrale Systeme neigen zu einer Eigendynamik, in dem das Wohl der Allgemeinheit keine Rolle mehr spielt. Es geht oftmals mehr um die Ausdehnung von Macht und Einfluss, um noch mehr Marktanteile, um noch mehr Gewinn.

Der Film zeigt dagegen an Hand vieler Beispiele aus Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung sehr eindrucksvoll, wie vorteilhaft es ist, auf dezentrale Strukturen zu setzen. Da wo sich die Menschen identifizieren, wo sie überzeugt sind, für eine gute Sache einzutreten, da arbeiten sie mit Freude und Begeisterung und im Einklang mit den natürlichen Ressourcen.

Nach so einem beeindruckenden Film geht man nicht einfach nach Hause, es besteht vielmehr ein Bedürfnis, darüber zu reden und sich auszutauschen. So blieben die meisten Zuschauer und es kam zu einer sehr angeregten und facettenreichen Diskussion.

Ja, die Hoffnung wird geteilt, dass wir noch rechtzeitig das Rad in die richtige Richtung drehen können. Aber wie wird aus den vielen kleinen Initiativen und Projekten eine globale Bewegung, die wirklich etwas ändert?

Letztendlich, so war man der Meinung, geht es darum, Vertrauen zu schaffen. Das geht nur durch das Vorleben von Alternativen, wie sie im Film eindrucksvoll gezeigt wurden. Nur so kann sich die Angst vor dem Neuen, dem noch Unbekannten in Zuversicht wandeln.

Positiv wurde anerkannt, dass es auch bei uns in Groß-Umstadt vielversprechende Ansätze und viele Initiativen rund um die Themen Trinkwasserqualität, Ökolandbau und Obstwiesen oder ganz allgemein unter dem Dach der Lokalen Agenda 21 gibt. Da war es eine gute Ergänzung, dass Claudia Junker das neue Agenda-Projekt für eine Solidarische Landwirtschaft ansprach, das die im Film gezeigten Beispiele auf unserer lokalen Ebene wunderbar ergänzt.

Der Film, der Austausch darüber und das angenehme Ambiente trugen dazu bei, dass die Teilnehmer trotz der Dramatik des Themas mit einem guten Gefühl und nachdenklich, aber mehr noch mit neuer Motivation nach Hause gingen.

Bündnis 90/Die Grünen
Ortsverband Groß-Umstadt

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