Groß-Umstadt ist Teil der neuen Ökomodellregion Darmstadt-Dieburg/Odenwaldkreis

Die GRÜNEN in Groß-Umstadt und im Landkreis freuen sich, dass der Landkreis mit seiner Bewerbung erfolgreich war, die er gemeinsam mit dem Odenwaldkreis erarbeitet hatte. Sie wurden am 26.06. von Umweltministerin Priska Hinz (GRÜNE) als eine von fünf neuen Ökomodellregionen ausgezeichnet. Vorausgegangen war der Bewerbung ein Workshop am 09.02.2018 in Dieburg, an dem zahlreiche Umstädter als Ideengeber mitgewirkt hatten. Südhessen ist in weiten Teilen geprägt vom Anbau sogenannter Sonderkulturen, wie Spargel, Erdbeeren oder auch Wein. Dieser wird bisher noch überwiegend konventionell betrieben. Das Konzept der Ökomodellregion Südhessen zielt darauf ab, den Anteil des ökologischen Anbaus dieser Kulturen deutlich zu erhöhen. Ein weiterer wichtiger Aspekt dabei ist der Grundwasserschutz.

Laut Umweltministerin Priska Hinz erhält die neue Ökomodellregion einen Personalkostenzuschuss von jeweils 50.000 Euro über zwei Jahre. „Dieses Geld wird dazu beitragen, den Ökolandbau im Landkreis Darmstadt-Dieburg gezielter und besser zu fördern. Mit fünf neuen hessischen Ökomodellregionen werden knapp zwei Drittel der Landesfläche abgedeckt. Damit hat Hessen sich auf den Weg gemacht, Deutschlands erstes Ökomodellland zu werden.“

Die Stärkung des Ökolandbaus bringe viele Vorteile mit sich. „Der Ökolandbau bietet den schonendsten Umgang mit der Umwelt. Boden, Wasser und Luft werden geringer belastet und es gelten die höchsten Standards beim Tierwohl. Ein starker Ökolandbau hilft aber auch den landwirtschaftlichen Betrieben, da sie mehr Geld am Verkauf ihrer Produkte verdienen. Zudem wollen wir auch die Direktvermarktung und die lokale Wertschöpfung im ländlichen Raum dadurch steigern, dass mehr Öko aus Hessen auch in Hessen bleibt“, sagte die Ministerin bei der Bekanntgabe der Auszeichnungen.

Bis 2025 sollen 25 Prozent der landwirtschaftlichen Anbaufläche in Hessen ökologisch bewirtschaftet werden. Bislang liegt der Anteil bei 13,5 Prozent, womit Hessen in Deutschland Spitzenreiter ist und sogar das Doppelte des EU-Durchschnitts an Ökofläche besitzt.

Hintergrund 

Neben der Region „Südhessen“ mit den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und dem Odenwald, in Projektpartnerschaft mit der Stadt Darmstadt und dem Kreis Groß-Gerau, wurden die Kreise Lahn-Dill und Gießen, der Vogelsbergkreis, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Landkreis Waldeck-Frankenberg ausgezeichnet. Mit den fünf neuen Preisträgern gibt es nun insgesamt acht Ökomodellregionen als Teil des Ökoaktionsplans Hessen. Damit sind 12 von 21 hessischen Landkreisen als Ökomodellregionen anerkannt. Die Laufzeit der drei bisherigen Ökomodellregionen Kassel/Werra-Meißner, Fulda und der Wetterau wurde bereits verlängert, um die entwickelten Projekte verstetigen zu können.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.