Klimaschutz braucht eine koordinierende Hand

Der von Fachleuten und Wissenschaftlern prognostizierte Klimawandel hat bereits eingesetzt und verursacht erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur. Die Trockenheit der letzten 3 Jahre hat deutliche Spuren hinterlassen, wie z.B. die Situation im Groß-Umstädter Stadtwald zeigt.
Der Menschheit bleiben nur noch wenige Jahre, um eine dramatische Veränderung des Klimas mit all seinen Auswirkungen zu verhindern.

Auch wir in Groß-Umstadt müssen unsere Anstrengungen erhöhen. Wir haben die moralische Pflicht, unseren kommunalen Anteil am Erreichen der Pariser Klimaziele zu erfüllen. Was konkret getan werden muss, ist im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept beschrieben, das bereits 2013 in einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsverfahren im Auftrag der Stadt erarbeitet und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Wer sich damit beschäftigt, sieht, dass es noch viel zu tun gibt. Was die kommunalen Einrichtungen angeht, sind wir zwar auf einem guten Weg, aber diese haben nur einen sehr geringen Anteil an der CO2 Belastung der Gesamtkommune. Deshalb ist es notwendig, dass wir in die Breite gehen und auch unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die Gewerbetreibenden mitnehmen und uns mit den verschiedenen Handlungsfeldern, wie Energiegewinnung, Energieeinsparung und Mobilität,beschäftigen.

Viele Maßnahmen müssen angestoßen, vorbereitet, auf den Weg gebracht und koordiniert werden. Sinnvolle Anreize sollen das Energiesparen fördern, Fördermöglichkeiten sind auszuloten, ansprechende Aktionen sollen für den Klimaschutz werben, Zielgruppen müssen informiert werden und Abstimmungen sind auf breiter Front notwendig. Dazubedarf es qualifizierter Arbeitskapazität mit ausreichendem Zeitbudget in der städtischen Verwaltung, am sinnvollsten in Person einer Klimaschutzmanagerin bzw. eines Klimaschutzmanagers.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben deshalb einen entsprechenden Antrag für die Stadtverordnetenversammlung vorbereitet, der als Haushaltsantrag schon auf der Tagesordnung der letzten Sitzung stand. Wir haben aber demweiteren Beratungswunsch entsprochen und zugestimmt, dass der Antrag zunächst in den Energie- und Umweltausschuss überwiesen wird. Wir würden es sehr begrüßen, wenn dieser nach konstruktiver Beratung dann mit einer breiten Mehrheit beschlossen wird.

Fraktion und Vorstand
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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