Wer Nitrat „sät“, wird schlechtes Wasser „ernten“!

Nitrat und Uran haben im Trinkwasser nichts zu suchen. Und nebenbei: Pestizide in Nahrungsmitteln ebenso wenig! In der Nahrungsmittelverarbeitung sind Glyhposat und Neonicotinoide überflüssig und in der Wirkung auf die Gesundheit bestenfalls unsicher.
Wir setzen uns für schadstoffarme, ökologische Landwirtschaft in den Trinkwasser-Schutzzonen ein und fordern wirksame Maßnahmen und Kontrollen zum Schutz unseres Wassers. Sicher ist sicher! Die teuren, amtlichen Methoden haben nach über 15 Jahren offensichtlich versagt, das sogenannte „Otzberg Modell“ ist gescheitert, die Nitratwerte steigen weiter.
Die jetzt von der Stadt geplante Denitrifizierungsanlage kann und darf nur eine Übergangslösung sein, bis wir unser Grundwasser an den fünf Haxenmühlebrunnen, die etwa die Hälfte des Groß-Umstädter Trinkwasser fördern und im Wesentlichen über die beiden Hochbehälter „Eselsberg“ und „Hainrichsberg“ die Kernstadt versorgen, wieder in Ordnung gebracht haben. Die GRÜNEN sind überzeugt, dass das nur unter Anwendung des Verursacherprinzips gelingen kann, das heißt mit der Art und Weise, wie Landwirtschaft im Wassereinzugsgebiet betrieben wird.
Die Beratung durch die Arbeitsgemeinschaft Grundwasser und Gewässerschutz (AGGL) und die weiten Spielräume, welche die sog. gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft eröffnen, genügen nicht. Nur zertifizierter Ökolandbau gibt die Garantie, dass Grundwasser schonend, nachhaltig gewirtschaftet wird. Nicht ohne Grund schreibt der Wasserversorger der Millionenstadt München Ökolandbau in seinen Wasserschutzgebieten vor. Die Nitratfracht im dortigen Trinkwasser beträgt nur etwa ein Zehntel der Umstädter Messwerte, die knapp unter bzw. bei 2 Brunnen bereits über dem Grenzwert von 50 mg pro Liter liegen.
Hierfür werden sich die GRÜNEN auch in der nächsten Wahlperiode in unserer Stadt, im Landkreis und in Hessen weiter nachdrücklich einsetzen. Dabei wollen wir mit den hiesigen Landwirten zusammenarbeiten, denn diese brauchen wir zur regionalen Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln, aber wir brauchen sie auch zur nachhaltigen Sicherung des Grundwasserkörpers unter den Ackerböden. Die Politik sollte dabei den Sachverstand nutzen, den sich Bürgerinnen und Bürger im Arbeitskreis Trinkwasser der Lokalen Agenda Groß-Umstadt in jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema „Gesundes Trinkwasser“ erarbeitet haben.
Für den Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen, N.N.

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