Antrag: Möglichkeiten der zukünftigen Klärschlammbehandlung

Beschlussvorschlag

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, wie der auf der Kläranlage der Stadt Groß-Umstadt anfallende Klärschlamm zukünftig unter besonderer Berücksichtigung von Wasserschutz, Bodenschutz, Ressourcenschutz (Phosphat- Rückgewinnung), Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit behandelt bzw. entsorgt werden kann.

Begründung

Die in der Kläranlage der Stadt Groß-Umstadt jährlich anfallende Klärschlammmenge von rund 2200 Tonnen wird zurzeit zu 60 % über die Müllverbrennung entsorgt.

40 % des Klärschlamms wird auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Diese Art der Klärschlammentsorgung ist mit erheblichen Auswirkungen auf das Klima, den Boden und das Wasser verbunden. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an Boden-, Trinkwasser- und Ressourcenschutz sowie die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel ist unter Vorsorgeaspekten die bodenbezogene Klärschlamm Verwertung zu beenden.

Aus diesen Gründen ist es sinnvoll nach anderen, bereits in der Praxis erprobten Klärschlamm Entsorgungs- und Behandlungswegen (z.B. Karbonisierung mit Rückgewinnung von Phosphat der Fa. Pyreg) zu suchen und entsprechende Möglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte Wasserschutz, Klimaschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit aufzuzeigen.

Der Antrag wurde am 30.03.2017 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

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