Wir sind zutiefst bestürzt darüber, dass in kürzester Zeit erneut in eine Schule in unserer Stadt eingebrochen wurde. Unbekannte haben dabei Farbschmierereien sowie ein etwa 80 x 80 cm großes Hakenkreuz angebracht.
Erst am Sonntag (14.06.) haben wir gemeinsam unser internationales Sommerfest gefeiert, bei dem die vielen Nationen, die in unserer Stadt leben, zusammenkamen. Es war ein fröhliches und buntes Fest – genau das, was unsere Stadt ausmacht. Umso bestürzender ist es, dass nur kurze Zeit später ein solches Symbol des Hasses an einer unserer Schulen auftaucht.
Wir verurteilen diese Tat aufs Schärfste!
Solche Taten verschlechtern die Lernatmosphäre, fördern Diskriminierung und führen zu psychischen Belastungen bei Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern.
Kinder und Jugendlichen müssen sich in der Schule sicher fühlen können,
unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensweise. Wir stehen an der Seite der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und aller Betroffenen.
Taten wie diese dürfen nicht hingenommen werden. Es braucht mehr Demokratie an unseren Schulen – die Demokratieschulung von Schülerinnen und Schülern muss dringend verstärkt werden, um Werte wie Toleranz, Respekt und Mitbestimmung nachhaltig zu vermitteln und Extremismus aktiv entgegenzuwirken.
Demokratie, Respekt und gegenseitige Achtung sind die Grundlage unseres Zusammenlebens.
Dieser Vorfall macht deutlich, dass Demokratiebildung aktiver Förderung bedarf. Wir fordern deshalb eine nachhaltige Stärkung politischer Bildung und der Prävention von Rechtsextremismus – an Schulen, in der Jugendarbeit und in der gesamten Gesellschaft.
Wir danken der Polizei für ihre Ermittlungen und bitten alle, die Hinweise geben
können, sich bei der zuständigen Dienststelle zu melden. Unser besonderer Dank gilt allen, die sich für ein friedliches und respektvolles Miteinander einsetzen.